Zurück aus dem Home-Office – Weiter wie vorher oder werden die Karten neu gemischt?

-Ein Plädoyer für eine Standortbestimmung mit Rückblick und Ausblick-

Nachdem wir uns derzeit über sinkende Inzidenzen freuen dürfen steht in vielen Firmen an, Mitarbeitende (unter Beachtung aktueller Hygienevorschriften) wieder am Arbeitsplatz zu begrüßen und das Arbeiten vom Home-Office zurückzuschrauben bzw. hybride Arbeitsformen zu installieren.

Was bedeutet das für den Arbeitsalltag – übergangslos zurück in vor-Corona Strukturen?

Vieles hat sich verändert und selbst Bereiche in denen die Skepsis  gegenüber Arbeiten vom Home-Office groß war haben mittlerweile –meist gute – Erfahrungen mit dieser Arbeitsform gemacht.

Nachdem Kontaktbeschränkungen gelockert wurden und die Ansteckungsgefahr nicht mehr ganz so groß ist steht die Überlegung an Arbeiten vom Home-Office zu reduzieren und wieder mehr Präsenz zu wagen.

Das heißt, dass sich Kolleg*innen wieder persönlich sehen werden, deren Kontakte in den zurückliegenden Monaten auf Videoplattformen und Telefonkonferenzen beschränkt war. Man trifft sich wieder im Büro – und damit trifft man auch die alten Konflikte wieder die während Corona keine Rolle spielten. Wer kennt sie nicht, die Ärgernisse darüber, dass sich nicht jede/r an Absprachen hält die es z.B. bezüglich der Reinigung der Teamküche, der letzten Tasse Kaffee aus der gemeinsamen Kaffeemaschine, dem Auffüllen von Papier im gemeinsam genutzten Drucker gibt?

Auch Arbeitsthemen waren während der Home Office Zeit häufig anders verteilt und nun steht eine Rück- oder Neuverteilung an.

Ein übergangsloses „Schön, dass Du / Ihr wieder da seid“ genügt nicht.

Hilfreich ist ein gemeinsamer Rückblick und als Kick-Off in die Normalität zu fragen wie jede/r die zurückliegende Zeit erlebt hat, welche guten Erfahrungen erhalten bleiben sollten und welche Schwierigkeiten zu beklagen waren – die jetzt hoffentlich ein Ende finden werden.

Arbeitsthemen ließen sich im Home Office meist relativ nahtlos weiter betreuen, Beziehungsthemen lagen jedoch oft auf Eis. Und es sind die Beziehungsthemen, die den Schmierstoff für ein gutes Miteinander liefern. Wie heißt es so schön: “Sache geht nicht ohne Beziehung“.

Auch Spielregeln für das Miteinander lagen oft auf Eis – war doch das Miteinander eher reduziert auf distanzierte Social Media Kanäle.

Ein Team kommt wieder zusammen – da passt es, das Zusammenkommen wertschätzend zu würdigen und an vormals funktionierende Spielregeln zu erinnern bzw. Spielregeln neu zu verabreden.

Eine wichtige neue Spielregel dürfte die Frage nach dem zukünftigen Umgang mit Home-Office Möglichkeiten sein. Während viele Mitarbeitende die Flexibilität des Home-Office schätzen gelernt haben und gerne beibehalten möchten sind andere froh über das Ende der kollegialen Isolation.

Wer, wann, in welchem Rahmen und mit welchem Umfang weiterhin Home-Office Möglichkeiten nutzt und wann gemeinsame Präsenzphasen stattfinden sollten ist eine der Fragen die zu klären ist um hier keine neuen Konfliktfelder entstehen zu lassen.

Die Frage nach anstehenden Herausforderungen und Anforderungen, möglicherweise verbunden mit einer Neujustierung individueller Aufgaben- und Themengebiete, sollte beantwortet werden – um dann gemeinsam in die Zukunft zu starten – mit neuer Kraft, viel guter Laune und voller Elan.

… und wenn Sie Fragen haben, zu möglichen Teammoderationen und zu in Teams häufig vorhandenen Fettnäpfen und Stolpersteinen – und wie diese umgangen bzw. ausgeräumt werden können – dann freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Elemente des Coachings

Eine oft gestellte Frage: „Was passiert eigentlich in einem Coaching und womit muss ich als Coachee rechnen?

Wenn auch Sie diese Frage haben, dann hier einige Antworten bzw. Anregungen:

In erster Linie: Freuen Sie sich in Ihrem Coaching auf einen wertschätzenden Dialog in dem es vor allem auf Ihre Gedanken und Antworten zu Ihrer Situation ankommt … so  erlangen Sie eine größere Klarheit und können Handlungsalternativen durchdenken um so zu stimmigen Ergebnissen / Lösungen zu kommen.

„Fragen statt sagen“ ist ein bekanntes Prinzip. Im Coaching kommen Fragen eine besondere Bedeutung zu. Die Antworten des Coachee haben eine deutliche höhere Überzeugungskraft als der Rat oder die Antwort des Coaches.

Schon Konfuzius (551 v. Chr. †479 v. Chr.  Chinesischer Philosoph) wies darauf hin:

„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag.Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Mit welchen Fragen können Sie im Coaching rechnen?

(Welche Fragen können Sie sich auch immer wieder selbst stellen, wenn Sie sich in herausfordernden Situationen befinden?

  1. Hypothetische Fragen

„Angenommen, Sie könnten in Ihrer Behörde / Firma / Einrichtung etc. völlig frei handeln und bestimmen – was würden Sie tun?“

Ziel: Einführung neuer Ideen und Sichtweisen oder alternativer Verhaltensweisen, Erweiterung des Handlungsspielraums.

  1. Zirkuläre Fragen

„Wie glauben Sie, sehen die Kollegen x, y, z die momentane Situation? Was würde ein Beobachter zu Ihrer derzeitigen Zusammenarbeit sagen?“

Ziel: Einführung der Außenperspektive, Einführung neuer Sichtweisen, Verständnis für andere wecken.

  1. Fragen nach Ausnahmen

„Wann ging es Ihnen während des Veränderungsprozesses gut? Wann hatten Sie das letzte Mal Spaß bei der Arbeit?“

Ziel: Die Opferrolle des Coachee dekonstruieren, auf Lösungen statt Probleme fokussieren. Auf positive Gefühlserlebnisse fokussieren.

  1. Lösungsorientiert vorgehen – statt auf das Problem zu schauen

„Woran werden Sie merken, dass Ihr Problem gelöst ist? Was werden Sie dann tun, was Sie jetzt (noch) nicht tun? Was ist/wäre dann anders?“


Ziel: Statt Vergangenem nachzutrauern hilft der Blick aus der Gegenwart in die Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht zu ändern, jedoch haben heute getroffene Entscheidungen einen Einfluss auf das Morgen.

  1. Paraphrasieren – einander richtig verstehen

„Sie meinen also, dass…       
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann…“


Ziel: Durch Zusammenfassen des Gehörten sicherstellen, dass ich das Gegenüber verstanden habe.

Denn „Gesagt ist nicht gehört – gehört ist nicht verstanden – verstanden ist nicht einverstanden“.

Zusammenfassung:

Bei allen Fragen liegt es an dem Coachee (seine) Antworten zu reflektieren und daraus resultierende Handlungsanregungen in sein Verhaltensrepertoire zu übernehmen.

Diese Handlungsanregungen vergrößern die Werkzeugkiste – denn:

„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ (Paul Watzlawick)

Sie haben Lust auf ein Coaching bekommen und möchten mehr erfahren? Dann freue ich mich auf Ihr Kontaktaufnahme.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Hinweis: „Im Interesse der Lesbarkeit verzichte ich auf geschlechtsbezogene Formulierungen. Selbstverständlich sind immer Frauen und Männer (m/w/d) gemeint, auch wenn explizit nur eines der Geschlechter angesprochen wird.“

Coaching-Anlässe: „Die Mischung macht`s – Arbeiten in altersgemischten Teams“

„Die Jüngeren rennen zwar schneller, aber die Älteren kennen die Abkürzung“ (Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission)

Wie erfolgreich könnte ein Team sein, in dem Ältere und Jüngere gemeinsam in hohem Tempo die Abkürzung nehmen – und sich dabei nicht gegenseitig über den Haufen rennen?

Hierzu ein Blick auf die unterschiedlichen Wünsche, Erwartungen, Stärken und Vermeidungsbereich der heute im Arbeitsleben anzutreffenden Generationen.

Zuerst die Frage: Wer tummelt sich derzeit in der Arbeitswelt?

Die Babyboomer geboren zwischen 1946 und 1964, sind auf dem Weg in den Ruhestand. Derzeit gibt es noch 22.1% in der Arbeitswelt.

Stark vertreten: Generation X geboren zwischen 1965 und 1979 zu 36,2% und Generation Y geboren zwischen 1980 und 1993 zu 33,0%.  

Generation Z geboren zwischen 1994 und 2010 ist auch schon angekommen und stellt 7.7% der Arbeitskräfte.

Generation Alpha ist größtenteils noch in der (Vor-)Schule und wird ca. 2030 im Berufsleben anzutreffen sein.

Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik aus dem Jahr 2018. Erhebungen von Statista für die Bundesrepublik Deutschland zeigen ähnliche Zahlen.

Was sind die „Kennzeichen“ der jeweiligen Generationen?

Die Babyboomer waren die erste Nachkriegsgeneration nach dem zweiten Weltkrieg, haben das Wirtschaftswunder erlebt und gehören zum geburtenreichsten Jahrgang.

Die Generation X wurde in ihrer Kindheit stark geprägt durch die Wirtschaftskrise und eine aufkommende Scheidungsrate.

Die Generation Y haben die Jahrtausendwende schon bewusst erlebt und bekamen auch den Internetboom und die Globalisierung in vollen Zügen mit. Sie zeichnen sich im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen durch ein hohes Bildungsniveau aus.

Generation Z hat die Digitalisierung des Alltags bereits komplett in ihr Leben integriert.

Was schätzen die jeweiligen Generationen im Arbeitsleben?

Babyboomer:

  • Strukturierter Arbeitsstil
  • Regelmäßiger Austausch im Tea
  • Pflege von Beziehungen und Netzwerken
  • Wertschätzung für ihre Erfahrung
  • Gefühl, gebraucht zu werden

Generation X:

  • Ergebnisorientiert
  • Technisch versiert
  • Hohe Freiheitsgrade in der Arbeitsgestaltung
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Work-Life-Balance

Generation Y:

  • Die Arbeit muss Spaß machen, lernbereit, arbeitswillig – aber Forderung nach Privatleben sehr ausgeprägt
  • Flexibel und anpassungsbereit, selbständige und unabhängige Arbeitsweise
  • Führungspositionen sind ihnen nicht mehr so wichtig, eher Fachlaufbahnen und projektbezogenes Arbeiten
  • Meister im Multi-Tasking
  • Vernetzt sein
  • Mit Leuten auf der gleichen Wellenlänge zusammenarbeiten

Generation Z:

  • Generation Z differenziert wieder mehr zwischen Arbeit und Privatleben.
  • Feste Abgrenzungen sowie klare Strukturen werden wieder gewollt.
  • Den Laptop nach der Arbeit mit nach Hause zu nehmen, ist hier nicht drin.
  • Selbstverwirklichung wird nicht mehr nur in der Arbeit gesucht, sondern vor allem in der Freizeit und in sozialen Kontakten.
  • Sie haben einen großen Wunsch nach freier Entfaltung, sind sich aber auch ihrer unsicheren Zukunft bewusst.

Quelle: Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt, PFH Private Hochschule Göttingen.

An diesen unterschiedlichen Wichtigkeiten wird Konfliktpotential deutlich. Stark vereinfacht: Die egoistische Generation Y prallt auf die karrieresüchtige Generation X – und mittendrin sind die familienorientierten Babyboomer … und schon kracht es.

Es geht auch anders: Innerhalb eines altersgemischten Teams steht eine große Bandbreite an Fachwissen und Perspektiven zur Verfügung, die in Projekte einfließen können.

Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, von den Kenntnissen der anderen zu profitieren und sich selbst weiterzuentwickeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ziele so besser erreicht und Karriereleitern schneller erklommen werden, erhöht sich. Vor allem wenn verschiedene Blickweisen und sich ergänzende Expertisen gefragt sind, haben kombinierte Teams aus Jung und Alt Vorteile gegenüber homogenen Gruppen.

Wie können die unterschiedlichen Stärken verknüpft werden?

Hier braucht es die Verdeutlichung gegenseitiger Stärken und einen wertschätzenden Austausch der Erwartungen die alle in einem Team an die Zusammenarbeit haben.

Gut gelingt dies wenn Teams die Möglichkeit gegeben wird eine gegenseitige Erwartungsklärung vorzunehmen, Klärungsbedürftiges auf den Tisch zu legen und Spielregeln für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu erarbeiten.

Wichtig hierbei: Die Unterstützung der Führungskraft. Ein „Teammeeting- / Workshop zur Unterstützung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit“, moderiert durch die Führungskraft, trägt zu einem guten Miteinander bei.

Auch Personal-, Personalentwicklungsverantwortliche des Unternehmens sind häufig Ansprechpartner.

Zuviel Nähe kann jedoch oft zu (vermuteter) Parteilichkeit und für den Prozess schädlicher Zurückhaltung führen. In einem solchen Fall bietet es sich an externe Coaches / Konfliktberater hinzuzuziehen.

Sie sind an einem Teamworkshop oder an einem vorbereitenden Coaching interessiert?

Gerne unterstütze ich Sie und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

PS: Des komfortablen Lesens willen verzichte ich auf geschlechterneutrale Formulierungen, d.h. dass der Vorgesetzte immer auch die Chefin sein kann, die Mitarbeiterin auch der Mitarbeiter und umgekehrt.

Information für Personaler*innen und Personalentwickler*innen:

Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden …

Gerne teile ich hier einen Link der „Koordinierungsstelle Qualität“ mit interessanten Heftreihen, Berichten und Arbeitshilfen zu verschiedenen Themen der Erwachsenen- und Weiterbildung u.a. Digitalisierung, Methodik und Didaktik, Kompetenzentwicklung, Qualitätsmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung.

Verfügbar via direkten Download: https://weitergelernt.de/publikationen/

Vielleicht finden Sie hier interessante Aspekte die Sie auch in Ihre Arbeit einfließen lassen können.

Nicht alles lässt sich nachlesen und in vielen Situationen ist das persönliche Gespräch / der persönliche Austausch hilfreich – rufen Sie mich gerne an wenn Sie zu Themen aus dem Führungsalltag, zu Coachings oder zu Konfliktsituationen Handlungsalternativen und Vorgehensweisen besprechen möchten.

Ich freue mich darauf von Ihnen zu hören.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Coaching Anlässe: Boxenstopp – Rückblick und Ausblick in der Mitte des Arbeitslebens

Sie sind seit rund 20 Jahren im Berufsleben, haben viel erreicht und noch einiges vor und stellen sich gerade die Frage: Das was ich jetzt mache … war´s das und ist das die Arbeit mit der ich auch in den nächsten Jahren glücklich sein werde / die mich auch die nächsten Jahre erfüllt oder sollte ich eine Weichenstellung vornehmen um beruflich in eine andere Richtung zu gehen?

Welche Richtung könnte das dann sein und was wäre nötig um die Richtung zu wechseln bzw. einschlagen zu können?

Hier einige Anregungen für Sie:

Machen Sie zuerst eine Bestandsaufnahme und reflektieren Sie Ihre berufliche Biographie, erworbene Kompetenzen und Erfahrungen mit Blick auf mögliche weitere Karriereschritte – wo kommen Sie beruflich her und wo wollen Sie hin?

Werden Sie sich der „Grundbedingungen“ bewusst, die für Sie erfüllt sein müssen, um in Ihrer Arbeit so richtig aufzugehen, um gerne und motiviert zu arbeiten. Was sind diese „Grundbedingungen“?

Fragen Sie sich:

Was sind die Dinge, die Sie gerne tun, die Ihnen Spaß machen?

Was sind Dinge, die Sie inspirieren oder motivieren?

Welche inneren Widerstände hindern Sie an der optimalen Entfaltung Ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten?

Nehmen Sie eine Standortbestimmung vor um klar zu sehen wie viele der für Sie wichtigen Aspekte die derzeitige Tätigkeit beinhaltet (und Sie vielleicht doch an der richtigen „Stelle“ sind?) und was eine mögliche neue Tätigkeit beinhalten sollte damit Sie sich „auf dem richtigen Weg“ fühlen.

Kennen Sie das von Mihály Csíkszentmihályi in seinem Buch „Flow“* beschriebene Gefühl sich in der Arbeit „zu verlieren“? Zumindest hin und wieder?

Ok, das Leben ist kein Ponyhof … aber wenn ich gerne mit Pferden arbeite sollte das zumindest hin- und wieder Bestandteil meiner Arbeit sein….

Ein Coaching kann Sie dabei unterstützen, sich der eigenen Werte und Ziele klar(er) zu werden. Hier können Sie inne halten, sich der Dinge bewusst(er) werden, die sie brauchen um täglich engagiert und motiviert zur Arbeit zu gehen. Sie haben die Möglichkeit die Herausforderungen der „Lebensmitte“ aus anderen Blickwinkeln kennen zu lernen, Fragen zu Ihrer Zukunft zu stellen und neue Impulse für Entwicklungsoptionen zu bekommen.

Ihnen gehen Fragen hierzu durch den Kopf? Gerne berate ich Sie und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre,

Ingrid Gartner-Steffen

*Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.

(Wikipediade.wikipedia.org › wiki › Flow_Psychologie)

Wohin soll mich mein beruflicher Weg führen?

Coaching Anlässe: Selbstwirkung optimieren – Mehr Erfolg durch emotionale Intelligenz

Je höher die Position im Unternehmen, desto mehr nehmen die rein fachlichen Anforderungen ab und umso stärker gewinnen fachübergreifende Kompetenzen wie Kontaktfähigkeit und Teamorientierung an Bedeutung. Auch und gerade zu Zeiten des „social distancing“ wie derzeit durch die Corona Pandemie gefordert.

Das bedeutet für viele berufliche Positionen, dass über die Wirkungskraft der fachlichen Kompetenz die soziale Kompetenz / emotionale Intelligenz mitentscheidet. Besonders gefragt: Die Fähigkeit, andere für Vorhaben einzunehmen und zu begeistern.

Was heißt das und ist das lernbar?

Der Begriff „emotionale Intelligenz“ wurde 1995 bekannt durch die Buchveröffentlichung von Daniel Goleman (US-amerikanischer Psychologe) der 2006 ein weiteres Buch veröffentlichte „soziale Intelligenz“.

„Emotionale Intelligenz“ beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen, „soziale Intelligenz“ stellt den zwischenmenschlichen Umgang und das Verhalten in sozialen Zusammenhängen in den Vordergrund.

Nicht jedem ist es gegeben sich emphatisch in andere einzufühlen und auch die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere ist nicht jedem bewusst.

Dabei ist es vor allem die Wirkung auf andere, die den persönlichen  Erfolg beeinflusst.

Wenn jemand weiß, wie er auf andere wirkt, hat dies zwei wesentliche Konsequenzen: Erstens, er versteht das Verhalten seiner Mitmenschen ihm selbst gegenüber besser als bisher; zweitens, er kann sein eigenes Verhalten besser – zielorientierter und situativ angepasster – steuern.

Das heißt nicht, dass Menschen auf der Welt sind um sich so zu verhalten wie andere sie haben wollen (an dem Konzept sind schon viele Partnerschaften gescheitert) – was es heißt ist, dass ich akzeptiere, dass mein Verhalten „Reaktionen“ hervorruft und dass ich diese akzeptiere … sind sie doch Reaktionen auf mein Verhalten und dass ich weiß, dass wenn ich mich anders verhalte ich andere Reaktionen bekomme…

Das Zauberwort um zu erfahren wie ich auf andere wirke ist „Feedback“. Oft strapaziert, trotzdem wahr.

Durch Feedback kann ich meine Selbstwahrnehmung schärfen – als Voraussetzung für eine bessere Steuerung des eigenen Verhaltens. 

Des Weiteren führt Feedback zu mehr Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen in den direkten Arbeits-, Führungs- und Kooperationsbeziehungen und ist somit eine Voraussetzung für ein gesundes emotionales Beziehungsgefüge, für fruchtbare Zusammenarbeit – und damit für eine hohe Effektivität des Gesamtteams.

Eine gute Möglichkeit für Feedback, um sich der eigenen Emotionen und der Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere bewusst zu werden, ist ein persönliches Coaching.

Im geschützten, vertraulichen Raum können Sie Ihr Verhalten in ausgewählten Situationen reflektieren und Verhaltensalternativen mit Ihrem Coach überdenken.

So haben Sie die Möglichkeit sich der Wirkung Ihres Verhaltens bewusst(er) zu werden und so Ihre persönliche Wirkung zu steigern.

Sie erweitern Ihr Verhaltens- und Handlungsrepertoire und erhalten so (mehr) Sicherheit und Selbstbewusstsein. Ein Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung, hoher persönlicher Motivation und  damit zu mehr persönlichem Erfolg.

Sie interessieren sich für ein persönliches Coaching? Dann freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.             Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Den Konflikt im Unternehmen gewinnt die Konkurrenz

Obwohl es manchmal heißt, dass Konflikte zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen und positive Energie und Reibung mit sich bringen, so bringen sie für die Beteiligten in der Regel Leid mit sich und machen das Zusammenleben von Menschen schwieriger.

 Wie laufen Konflikte in der Regel ab?

Oft zündet der Hinweis „Jetzt sei doch mal wieder sachlich“ die nächste Stufe der Konfliktrakete … denn die Emotionalität ist ein Wesensmerkmal des Konfliktes, die nicht durch einen Appell wegzunehmen ist.

Ein Widerspruch? Eher nicht, denn ohne emotionale Beteiligung wird selten von einem Konflikt gesprochen – dann eher von einer Meinungsverschiedenheit, bei der die Beteiligten zwar unterschiedlich zu einem Sachverhalt denken, es ihnen bei guten Argumenten jedoch emotional möglich ist, den eigenen Standpunkt aufzugeben und sich überzeugen zu lassen. In einem Konflikt gibt es emotionale Gründe dafür, warum man sich nicht überzeugen lassen will.

Wenn der Appell „sachlich zu werden“ nicht funktioniert – was funktioniert dann?

Oft ganz banal: Das Etablieren von Spielregeln. Spielregeln helfen dabei, zu verhindern, dass das Gegensatzpotential eines Konfliktfeldes ausgetragen werden muss. (Konfliktfeld = ein Thema, das in einer bestimmten Beziehung zu einem Streit führen könnte, auch wenn im Moment noch nicht gestritten wird).

Geklärte Zuständigkeiten, Kompetenzdefinitionen und klar definierte Prozesse sind die Spielregeln im Unternehmen, mit denen verhindert werden kann, dass beispielsweise natürliche Gegensätze von Abteilungen und von Einzelnen konfliktär ausgetragen werden.

Und wenn ein Konflikt im Raum steht? Dann gilt es, ihn anzunehmen und nicht unter den Teppich zu kehren. Unter dem Teppich führt er zu einer Beule die zwangsläufig zum Stolpern führt.

  • Einzelne können hier von einem persönlichen Coaching profitieren, in dem es gelingt, Vorgehensweisen und Handlungsalternativen zu besprechen und die eigene Rolle im Konflikt zu erkennen.
  • Teams und Unternehmensbereiche können einen Konfliktmoderator / Mediator um Unterstützung bitten und so gemeinsam Spielregeln entwickeln.

Und um dauerhaft zu einem partnerschaftlichen Miteinander beizutragen, helfen Betriebsvereinbarungen, in denen nicht nur allgemein gültige Spielregen festgehalten werden, sondern in denen auch Ansprechpartner genannt sind, an die sich Mitarbeiter wenden können, wenn sie Unterstützung beim Befrieden eines Konfliktes wünschen.

Ansprechpartner können, neben der Führungshierarchie, der Betriebs-/Personalvertretung und / oder der Personalabteilung / dem betrieblichen Gesundheitsmanagement auch externe Beratungsstellen sein.

Externe „Beauftragte für partnerschaftliche Zusammenarbeit im Unternehmen“ sind in der Regel eine kostengünstige Variante, da hier lediglich tatsächliche Beratungsstunden in Rechnung gestellt werden und keine laufenden Personalkosten entstehen. Durch die externe Verankerung, außerhalb der Unternehmenshierarchie, genießen externe Beauftragte bei der Belegschaft ein größeres Vertrauen und sind gleichzeitig kompetenter Ansprechpartner mit Stallgeruch.

Sie tragen sich mit dem Gedanken in Ihrem Unternehmen eine externe Beratungsstelle einzurichten?

Gerne unterstütze ich Sie dabei und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Anlässe für ein Coaching: Führen in angespannten Situationen

Mit unangenehmen Führungssituationen tun sich selbst erfahrene Führungskräfte schwer und nicht jede Entscheidung ist leicht gefällt.

Die Frage „Was mache ich wenn…?“ stellen sich viele Führungskräfte immer wieder.

Da fühlt sich ein Mitarbeiter nicht genügend wertgeschätzt in seiner Arbeit, ein anderer ist unmotiviert und schränkt mit seinem Verhalten das gesamte Team in seiner Leitungsfähigkeit ein, ein dritter fühlt sich von Kollegen gemobbt …

Hier sind Sie einerseits als Führungskraft gefragt Ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen und in die Kommunikation, in den Austausch mit Ihrem Mitarbeiter zu „investieren“, und andererseits dürfen Sie dabei das Erreichen der Unternehmensziele nicht aus den Augen verlieren.

Um diesen Spagat gut vollführen zu können bedarf es auch des Augenmerks auf sich selbst:

Wie gehe ich mit erhöhten Anforderungen um?

Welche Möglichkeiten habe ich das innere Gleichgewicht zu wahren?

Wie bleibe ich in kritischen Situationen anderen gegenüber authentisch ohne sie zu verletzen?

Antworten auf diese Fragen liegen nicht immer auf der Hand und oft fehlt sowohl Zeit als auch Ruhe um „nächste Schritte“ zum Umgang mit heiklen Situationen zu durchdenken und vorzubereiten … und ein Schritt in die falsche Richtung erfordert häufig ein größeres Zeitinvest um wieder einen gemeinsamen Weg einschlagen zu können – falls der nicht sowieso durch ungeschicktes Handeln / vertiefte Missstimmung verbaut ist.

Eine gute Möglichkeit um heikle Situationen zu durchdenken und Handlungsalternativen / Verhaltensmöglichkeiten durchzugehen bietet ein vertrauliches Einzelcoaching.

Hier gibt es die Zeit und den Raum um die eigene Sicht der Dinge zu hinerfragen, zu bestätigen und das eigene Verhalten zu reflektieren – um dann mit größerer Sicherheit ein Mitarbeitergespräch zu führen oder im Team eine Erwartungsklärung zu moderieren.

Kontaktieren Sie mich gerne für in Erstgespräch um Ihre Situation zu besprechen und für Ihr Anliegen angemessene Vorgehensweisen zu durchdenken.

Ihre,

Ingrid Gartner-Steffen

Ein Hinweis: Um Texte lesefreundlich zu gestalten verzichte ich auf gendergerechte Sprache. Der Mitarbeiter kann immer auch die Mitarbeiterin sein und die Chefin der Chef und umgekehrt (m/w/d)

Anlässe für ein Coaching: Frauen und Macht

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 „Möge die Macht mit Dir sein „ (Abschiedsgruß der Jedi, Krieg der Sterne)

„Hüte dich vor der dunklen Seite der Macht“ (Obi-Wan Kenobi, Krieg der Sterne)

Mit Macht angemessen umgehen zu können, beweisen immer mehr erfolgreiche Frauen und doch ist es immer noch Gesprächsthema, wenn eine Frau eine „Machtposition“ inne hat bzw. eine Machtposition anstrebt.

Wie kann man als Frau erfolgreich sein und bleiben, ohne ein „besserer Mann“ zu werden? Wie kann man weiblich und stark sein und bleiben? Insbesondere eigene und kollektive Überzeugungen und daraus resultierende Verhaltensmuster machen es Frauen schwer, selbstbewusst und durchsetzungsstark ihren Weg zu gehen – Macht selbstbewusst zu nutzen.

Tendenziell hinterfragen Frauen die eigene Leistung und das eigene Verhalten deutlich mehr als dies Männer tun. Diese Selbstreflektion ist nicht per se schlecht, kann jedoch belastend werden wenn aus Selbstreflektion Selbstzweifel werden die am Selbstwert knabbern und zu einer Einschränkung der beruflichen Entfaltung / Durchsetzungsfähigkeit führen.

Ein persönliches Einzel-Coaching hilft:

  • Klarheit über Ihre eigene Einstellung zur Macht zu gewinnen
  • Handlungsanregungen und Verhaltensalternativen zu heiklen Situationen im Unternehmen zu entwickeln
  • Die Rollen, die Sie im privaten und beruflichen Kontext einnehmen zu überprüfen und ggf. eine (Neu-)Positionierung vorzunehmen
  • Sich hinderlicher und erfolgreicher Glaubenssätze / innere Antreiber bewusst zu werden
  • Sich darüber klar zu werden: Was motiviert mich? Wie motiviere ich andere?
  • Sich über Anforderungen und Erwartungen an Frauen im Unternehmen bewusst zu werden
  • Unterstützt die Standortbestimmung im Arbeitsprozess: Wo stehe ich? Wo will ich hin?

Sie möchten sich als Frau mit den Themen Erfolg und Macht auseinandersetzen, eigene Muster, Einstellungen und Werte überprüfen um sich im Beruf als Frau bewusst zu positionieren und erfolgreich mit anderen Frauen und Männern kooperieren?

Gerne unterstütze ich Sie dabei und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme um ein erstes Gespräch zu vereinbaren.

Ihre, Ingrid Gartner-Steffen

Durch häusliche Nähe können Konflikte eskalieren – die Konflikt-Hotline des Bundesverband MEDIATION e.V. hilft

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Beispiel:

Die ganze Nacht hat Frau Solm durchgearbeitet, um die Frist für ihren Projektantrag zu halten. Sie ist müde und würde sich gern ausruhen. Doch stattdessen streiten sich die Kinder zum x-ten Mal um Kleinigkeiten, statt – wie besprochen – die Hausaufgaben zu machen, die Wäsche und das Geschirr türmen sich und Herr Solm telefoniert im gemeinsamen Wohnzimmer schon seit Stunden.

Familien, ganz besonders aber auch Alleinerziehende, stehen unter großem Druck. Sie leben und arbeiten im Homeoffice und betreuen nebenbei die Kinder. Eventuell sind noch Eltern aus der Ferne zu unterstützen. Dadurch kann ein höherer Stressfaktor entstehen. Gleichzeitig machen sich viele Menschen Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft. Dieser Druck kann schnell zu viel werden, die Geduld ist begrenzter und Menschen reagieren emotionaler. Fast alles, was vorher zum Stressabbau beitrug, ist zudem gerade nicht mehr möglich. Gemeinsam Sport treiben, musizieren, Freunde treffen – das alles fällt weg.

Wer dringend Unterstützung braucht, bevor sich die eigene Hilflosigkeit im Konflikt entlädt oder die Situation zu Hause eskaliert, findet sie bei der Konflikt-Hotline des Bundesverbandes MEDIATION.

Unter der kostenfreien Nummer 0800 247 36 76 erreichen Menschen im Konflikt sehr gut ausgebildete Mediator*innen, die geschult sind im Umgang mit belastenden Situationen. Die Expert*innen können dabei helfen, die konfliktträchtigen Konstellationen aufzulösen, sie zumindest nicht weiter eskalieren zu lassen.

Sie verfügen über das nötige Wissen und kennen Techniken, die bei der Bewältigung hilfreich sind. Sie können telefonisch erste hilfreiche Tipps und Strategien nennen, wie sich der Streit konstruktiv lösen lässt. Wie man beispielsweise gut miteinander ins Gespräch kommt, um gemeinsame tragfähige Lösungen für das aktuelle Problem zu entwickeln. Auch die neu entstandenen Herausforderungen im Arbeitsumfeld können Anlass für Spannungen sein.

Bevor es zu einer ungewollten Eskalation kommt, nutzen Sie die kostenfreie Beratung der Expert*innen.

Auf der Homepage des Bundesverbandes MEDIATION e.V. unter: http://www.bmev.de finden Sie zusätzlich ausgebildete Mediator*innen auch in Ihrer Nähe. Suchen Sie das Gespräch. Die Mediatorinnen und Mediatoren des Bundesverbandes helfen Ihnen sehr gerne.

Die kostenfreie Hotline ist täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr besetzt, auch an Wochenenden oder Feiertagen.

Ihnen gehen Fragen, Gedanken oder auch Anregungen für mich durch den Kopf? Dann freue ich mich darauf von Ihnen zu hören.

Ihre,

Ingrid Gartner-Steffen