„Reisende soll man nicht aufhalten“ – auch nicht in Zeiten des Arbeitskräftemangels?

Für viele Unternehmen ist die Frage des Mitarbeiter Findens weniger schwierig als die des Mitarbeiter* Bindens. Wie hoch ist die Verweildauer von Mitarbeitern in Ihrem Unternehmen? Sind die langjährigen Kollegen schon des Einarbeitens neuer Kollegen überdrüssig?

Kennen Sie die Situation? Endlich ist es gelungen und für die unbesetzte Stelle ist ein passender, neuer Mitarbeiter gefunden. Alles scheint gut zu laufen und der Mitarbeiter scheint „angekommen“ zu sein. Plötzlich liegt seine Kündigung auf Ihrem Tisch. Unangekündigt und unerwartet. Gilt nun der Eingangssatz oder ist es einen Versuch wert, Reisende aufzuhalten?

Besser ist es sicher, wenn der Koffer für die Reise gar nicht erst – oder zumindest nicht so rasch – gepackt wird.

Wie lässt sich das erreichen?

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Tag im jetzigen Unternehmen? Für die meisten Menschen ist der erste Arbeitstag mit einem erhöhten Herzschlag verbunden. Das Bewerbungs- und Vorstellungsprozedere lief gut doch nun kommt der Realitätscheck. Wie werde ich begrüßt? Werde ich (freudig?) erwartet? Gibt es einen „Paten“ der mir zur Seite steht und die Spielregeln erklärt nach denen im Team gearbeitet wird – und noch wichtiger, mir sagt wo die Fettnäpfe stehen?

Am ersten Tag kann mehr Porzellan zerschlagen werden als in den Folgewochen gekittet werden kann – besser wenn es gar nicht erst zu zerschlagenem Porzellan (und enttäuschten Erwartungen) kommt.

Mein Tipp: Steuern Sie den Onboarding Prozess bewusst, hat er doch großen Einfluss auf die weitere Entwicklung und Produktivität Ihres neuen Mitarbeiters. Beim Onboarding entscheidet sich, ob der Neue sich willkommen fühlt, gerne mitarbeitet und sich gut ins Team und ins Unternehmen integriert und so rasch und dauerhaft zu einem wertvollen Mitglied des Teams wird.

Sollten die Kollegen überlastet sein oder des Einarbeitens müde bietet es sich an auf externe Onboarding Unterstützung zu setzen. Sprechen Sie mich gerne darauf an. Gemeinsam können wir einen ganz speziellen Katalog erstellen, mit den Fragen / Antworten / Informationen die für neue Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen wichtig sind und wir können einen Turnus festlegen, zu dem ich Sie / den neuen Mitarbeiter besuche / kontaktiere um so rechtzeitig sich androhende Bruchstellen zu erkennen – und diesen entgegenzuwirken.

Den Drehtüreffekt mit sich verabschiedenden und neu ankommenden Mitarbeitern braucht keiner – zumindest nicht in einer Geschwindigkeit welche die Drehtür zum Rotieren bringt.

Ein Tipp: Sprache ist so verräterisch … sobald aus der Frage „Wie macht Ihr das hier?“ ein „Wie machen wir das?“ geworden ist wissen Sie: Der Mitarbeiter ist angekommen. Und dass er dann auch bleibt, dafür drücke ich die Daumen.

 

Hinweis: Um den Text lesefreundlich zu gestalten verzichte ich auf gender-gerechte Sprache. Der Mitarbeiter kann immer auch die Mitarbeiterin sein und die Chefin der Chef – und umgekehrt.

 

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